01Die fünf Ebenen der Argumentation trennen
Das Dokument unterscheidet zwischen Ereignis, Zuordnung, Erklärung, Einordnung und Entscheidung. So wird vermieden, dass eine Antwort auf einer Ebene unzulässig auf andere Ebenen übertragen wird.
02Jede Prüfung mit einer entscheidenden Frage verknüpfen
Für jede Prüfungshandlung sollte festgelegt werden, was sie klären soll und welche drei Ergebnisse möglich sind: Stützung, Schwächung oder ein unbestimmtes Ergebnis. Dadurch lassen sich erfolglose Recherchen einordnen und Prioritäten überprüfen.
03Schlussfolgerungen mit Grundlagen und Grenzen formulieren
Der Bericht sollte die festgestellten Tatsachen, die geprüften Erklärungen, die maßgeblichen Quellen und die verbleibenden Unsicherheiten darstellen. Damit bleibt die Sachverhaltsanalyse von Einordnung, Empfehlungen und Entscheidung getrennt.
Vollständiger Überblick
Das Whitepaper unterscheidet fünf Analyseebenen: Ereignis, Zuordnung, Erklärung, Einordnung und Entscheidung. Es untersucht den Wert eines Beweismittels im Hinblick auf die Aussage, die es stützen soll, sowie die Unabhängigkeit der Quellen, zeitliche Zusammenhänge, fehlende Befunde und den betrachteten Umfang. Es zeigt, wie Hypothesen geprüft, Widersprüche und negative Ergebnisse interpretiert und solche Prüfungshandlungen ausgewählt werden, die die Analyse verändern können. Abschließend behandelt es die Voraussetzungen für Unparteilichkeit, die Formulierung von Schlussfolgerungen, den Abschluss des Falls und die nachvollziehbare Vermittlung der zugrunde liegenden Argumentation.
Für wen?
Verantwortliche für interne Untersuchungen, Compliance- und Ethikfunktionen, interne Revision, interne Kontrollfunktionen, Rechtsabteilungen, Personalabteilungen, Antikorruptionsbeauftragte sowie Auftraggeber und Mitglieder von Gremien, die das weitere Vorgehen in einem sensiblen Fall beurteilen oder darüber entscheiden.