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Die Kunst, sensible Fälle aufzuklären

Ein Fall kann vollständig dokumentiert und lückenlos nachvollziehbar sein, ohne die in seiner Schlussfolgerung enthaltene Aussage tatsächlich zu belegen. Die Herausforderung besteht darin, die Aussagekraft jedes Elements zu bestimmen, konkurrierende Erklärungen zu prüfen und trotz verbleibender Unsicherheiten zu entscheiden – ohne eine Hypothese zur Gewissheit zu erklären oder Zweifel zum Grund für Untätigkeit zu machen.

  • Ausgabe · Deutsch
  • 29 Seiten
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In diesem Whitepaper

Die fünf Ebenen der Argumentation trennen

Das Dokument unterscheidet zwischen Ereignis, Zuordnung, Erklärung, Einordnung und Entscheidung. So wird vermieden, dass eine Antwort auf einer Ebene unzulässig auf andere Ebenen übertragen wird.

Jede Prüfung mit einer entscheidenden Frage verknüpfen

Für jede Prüfungshandlung sollte festgelegt werden, was sie klären soll und welche drei Ergebnisse möglich sind: Stützung, Schwächung oder ein unbestimmtes Ergebnis. Dadurch lassen sich erfolglose Recherchen einordnen und Prioritäten überprüfen.

Schlussfolgerungen mit Grundlagen und Grenzen formulieren

Der Bericht sollte die festgestellten Tatsachen, die geprüften Erklärungen, die maßgeblichen Quellen und die verbleibenden Unsicherheiten darstellen. Damit bleibt die Sachverhaltsanalyse von Einordnung, Empfehlungen und Entscheidung getrennt.

Vollständiger Überblick

Das Whitepaper unterscheidet fünf Analyseebenen: Ereignis, Zuordnung, Erklärung, Einordnung und Entscheidung. Es untersucht den Wert eines Beweismittels im Hinblick auf die Aussage, die es stützen soll, sowie die Unabhängigkeit der Quellen, zeitliche Zusammenhänge, fehlende Befunde und den betrachteten Umfang. Es zeigt, wie Hypothesen geprüft, Widersprüche und negative Ergebnisse interpretiert und solche Prüfungshandlungen ausgewählt werden, die die Analyse verändern können. Abschließend behandelt es die Voraussetzungen für Unparteilichkeit, die Formulierung von Schlussfolgerungen, den Abschluss des Falls und die nachvollziehbare Vermittlung der zugrunde liegenden Argumentation.

Für wen?

Verantwortliche für interne Untersuchungen, Compliance- und Ethikfunktionen, interne Revision, interne Kontrollfunktionen, Rechtsabteilungen, Personalabteilungen, Antikorruptionsbeauftragte sowie Auftraggeber und Mitglieder von Gremien, die das weitere Vorgehen in einem sensiblen Fall beurteilen oder darüber entscheiden.